<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Hasos Tafel &#187; Römer 7</title>
	<atom:link href="http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&#038;cat=8" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://tafel.4haso.de</link>
	<description>Diverses über Sakrales und Säkulares</description>
	<lastBuildDate>Wed, 30 Jun 2010 12:41:23 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Romans VII: The renewed mind</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=138</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=138#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2006 06:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=138</guid>
		<description><![CDATA[Einige Wochen lang haben wir Mister &#8220;Ich&#8221; auf seinem Römer 7-Trip begleitet. Dieser endet heute mit folgender Feststellung:
Also diene ich nun selbst mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.
Auf den ersten Blick scheint es, als wiederhole Mister &#8220;Ich&#8221; nur bereits Gesagtes. Es klingt fast, als finde Mister &#8220;Ich&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Wochen lang haben wir Mister &#8220;Ich&#8221; auf seinem Römer 7-Trip begleitet. Dieser endet heute mit folgender Feststellung:</p>
<blockquote><p>Also diene ich nun selbst mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.</p></blockquote>
<p>Auf den ersten Blick scheint es, als wiederhole Mister &#8220;Ich&#8221; nur bereits Gesagtes. Es klingt fast, als finde Mister &#8220;Ich&#8221; sich mit einer gewissen bleibenden Zerrissenheit ab: Eine Seite von ihm will Gottes Willen tun (sein Inneres, sein Sinn oder wie immer man diese Seite bezeichnen mag). Eine andere Seite (&#8220;Fleisch&#8221; genannt) verweigert die Ausführung. Damit &#8220;muss man leben&#8221;.</p>
<p>Doch der zweite Blick zeigt uns, es geht um etwas anderes. In dem zitierten Satz von Mister &#8220;Ich&#8221; ist ein Wort neu:</p>
<blockquote><p>Also diene ich nun <strong>selbst</strong> mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.</p></blockquote>
<p>Mister &#8220;Ich&#8221; legt sich endgültig fest. Die Seite von ihm, die mit Gottes Willen eins geworden ist, ist <em><strong>er selbst</strong></em>. Das ist sein wahres Wesen, das ist seine neue Identität. (Das andere ist nicht er selbst.) Im nächsten Kapitel wird Paulus für diese neue Identität einen neuen Namen einführen: es ist der &#8220;Geist&#8221; von Mister &#8220;Ich&#8221;. Dieser Geist ist <em><strong>er selbst</strong></em>. So wird Mister &#8220;Ich&#8221; in Zukunft von sich denken.</p>
<p>Die meisten Menschen meinen, man werde verändert durch Erneuerung des Willens. Dieses Missverständnis hat viel zum Blues von Mister &#8220;Ich&#8221; beigetragen. Dieses Missverständnis belastet unzählige Christen. In frommem Kreisen wird appelliert, motiviert, verpflichtet, zur Willensentscheidung aufgerufen und ständig ein neuer Vorsatz gefasst. Aber Menschen werden nicht durch Erneuerung ihres Willens verändert. (Mister &#8220;Ich&#8221; hat ja in Vers 18 entdeckt, dass sein Wille schon lange erneuert ist.) Menschen werden verändert durch Erneuerung ihres <em>Denkens</em> (Römer 12,2).</p>
<p>Mister &#8220;Ich&#8221; brauchte ein neues Denken über Gott: nicht der himmlische Richter und Verpflichter, sondern sein Freund und Helfer, der nur Gutes über ihn denkt. Mister &#8220;Ich&#8221; brauchte ein neues Denken über sich selbst: nicht der erbärmliche Versager, sondern der Neue, der mit Gott im Einklang steht. Wenn er diesem Denken immer mehr Raum gibt, garantiere ich ihm erfreuliche Auswirkungen auf sein praktisches Leben. Auf Dauer wird ein Mensch sich so verhalten, wie er über sich selbst denkt.</p>
<p>Hier liegt die eigentliche Herausforderung für Mister &#8220;Ich&#8221;. Wird er zu diesem neuen Denken stehen? Sein Denken wurde von klein auf ganz anders geprägt. &#8220;Du machst immer alles falsch&#8221;, hat er oft gehört. Solche Sätze haben sich in sein Herz eingeschrieben. &#8220;Du bist ein Versager&#8221;, hat eine unhörbare Stimme ihm immer wieder eingeredet. &#8220;Du musst besser werden, dich mehr anstrengen&#8221;, hat die Religion ihm eingetrichtert. Wird er den Mut haben, gegen diese Sätze und Stimmen an der neuen Sicht von sich <strong><em>selbst</em></strong> festzuhalten? Manchmal wird es ihm vermessen vorkommen, so positiv von sich zu denken. Wird er es wagen, so &#8220;vermessen&#8221; zu sein?</p>
<p>Die wahre Herausforderung für Mister &#8220;Ich&#8221; liegt darin, der Versuchung zu widerstehen, zum alten Denken zurückzukehren. Sich nicht wieder den fordernden Gott einreden zu lassen. Sich immer beharrlicher allen negativen Gedanken über sich selbst zu verweigern. Sich genauso beharrlich als den anzusehen, der bereits neu, gerecht und heilig ist. Denn das ist <strong><em>er selbst</em></strong>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=138</wfw:commentRss>
		<slash:comments>17</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romans VII: Faith</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=137</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=137#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2006 06:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=137</guid>
		<description><![CDATA[Gelegentlich meldete sich in den letzten Wochen bei dem einen oder anderen Leser eine gewisse Skepsis. Mache ich es Mister &#8220;Ich&#8221; nicht zu einfach? Dieser Typ baut ständig Mist, und ich finde nur gute Worte für ihn. Er ist nicht Täter, sondern Opfer. In Gottes Augen ist er völlig okay. Er muss nur noch einsehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gelegentlich meldete sich in den letzten Wochen bei dem einen oder anderen Leser eine gewisse Skepsis. Mache ich es Mister &#8220;Ich&#8221; nicht zu einfach? Dieser Typ baut ständig Mist, und ich finde nur gute Worte für ihn. Er ist nicht Täter, sondern Opfer. In Gottes Augen ist er völlig okay. Er muss nur noch einsehen, dass Gott ihn zu gar nichts verpflichtet. Dann wird alles gut werden. Das hört sich zwar wie eine &#8220;gute Nachricht&#8221; (Evangelium) an. Aber ist diese Nachricht nicht zu schön und zu einfach, um wahr zu sein?</p>
<p>Nun gut, Mister &#8220;Ich&#8221; soll seine Herausforderung bekommen &#8211; und zwar gleich im Doppelpack. Heute und morgen wird sie ihm gestellt werden. Mister &#8220;Ich&#8221;, wappne dich! Die erste Herausforderung steht hier:</p>
<blockquote><p>Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! (Römer 7,24-25)</p></blockquote>
<p>Was bedeutet dieser Quantensprung? Eben noch verzweifelt an sich selbst (&#8220;Ich armer Kerl. Wer holt mich hier raus?&#8221;). Im nächsten Augenblick voll gut drauf (&#8220;Ich danke Gott&#8221;). Ist Mister &#8220;Ich&#8221; manisch-depressiv? Nein. Er hat nur die Wahrheit erkannt.</p>
<p>Mister &#8220;Ich&#8221; war immer davon ausgegangen, in seinem Leben müsse erst noch eine entscheidende Veränderung kommen, die ihn endlich aus dem Tal der Niederlage herausholt. In seiner Suche nach dieser Veränderung wurde er immer frustrierter. &#8220;Wer wird mich erlösen?&#8221; Wann endlich wird Gott ihm helfen? Aber plötzlich &#8211; Paulus verrät uns nicht wie &#8211; wird ihm klar: Gott hat ihm schon geholfen.</p>
<p>Mister &#8220;Ich&#8221; erkennt: er ist schon das, was er immer werden wollte. Ihm gehört schon, was er erst noch bekommen wollte. Gott hat für ihn schon lange getan, worum er Gott ständig angebettelt hat. Er ist schon erlöst von der Niederlage.</p>
<p>Hier liegt die eigentliche Herausforderung. Mister &#8220;Ich&#8221; hat täglich seine Niederlage vor Augen. Wie kann er davon erlöst sein? Nun &#8211; bei Gott funktioniert eben alles genau entgegengesetzt wie überall sonst. Ein Beispiel hatten wir schon gesehen. Im &#8220;normalen&#8221; Leben musst du erst eine gute Leistung bringen, um anschließend eine gute Note zu bekommen. Bei Gott bekommst du erst eine gute Note, und anschließend darfst du lernen.</p>
<p>So ist es auch mit der Veränderung. Im &#8220;normalen&#8221; Leben muss ein Problem erst verschwinden, und dann ist es gelöst. Bei Gott läuft das anders. Ein Problem wird erst als bereits gelöst erkannt, und dann verschwindet es. Diese Erkenntnis (&#8220;Mein Problem ist schon gelöst&#8221;) nennen wir &#8220;Glauben&#8221;.</p>
<blockquote><p>Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. (Hebräer 11,1)</p></blockquote>
<p>Der Glaube hat schon, was er hofft. Er weiß, es ist schon da, was noch nicht zu sehen ist. Obwohl Mister &#8220;Ich&#8221; noch täglich vor seinem Versagen steht, ist Fakt: Gott hat ihn schon lange davon erlöst. Weil er das geblickt hat, ruft er aus: &#8220;Ich danke Gott durch Jesus Christus.&#8221;</p>
<p>Als Kinder haben wir gelegentlich mit &#8220;Geheimtinte&#8221; gespielt. Mit Milch schrieben wir ein Wort auf ein weißes Blatt. Es sah so aus, als müsse dieses Stück Papier erst noch beschrieben werden. Aber es war schon beschrieben. Man sah die Schrift nur noch nicht. Sie wurde sichtbar, wenn man das Blatt über eine Kerze hielt. Was schon geschrieben stand, wurde lesbar.</p>
<p>Mister &#8220;Ich&#8221; hatte sich immer gewünscht, dass Gott etwas Neues auf sein Leben schreiben würde. Jetzt hat er gemerkt: Gott hat das schon lange getan. Und damit es sichtbar wird, braucht er nicht einmal eine Kerze. Er muss es nur wissen. Denn was wir wissen, wird sichtbar. Nicht über Nacht, aber unaufhaltsam.</p>
<p>Das ist die Herausforderung an Mister &#8220;Ich&#8221;: sich schon als erlöst zu sehen, obwohl sein Alltag noch eine andere Sprache zu sprechen scheint. Was muss er noch tun? Nichts mehr. Es ist schon alles getan.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=137</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romans VII: The Word</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=134</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=134#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Mar 2006 10:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=134</guid>
		<description><![CDATA[Freiheit ist ein hohes Gut. &#8220;Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!&#8221; (Galater 5,1). Es hat Jesus etwas gekostet, uns von religiöser Pflichterfüllung zu befreien. Nur in Freiheit ist Liebe und Nachfolge möglich. Davon war in den letzten Tagen genug die Rede, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freiheit ist ein hohes Gut. &#8220;Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!&#8221; (Galater 5,1). Es hat Jesus etwas gekostet, uns von religiöser Pflichterfüllung zu befreien. Nur in Freiheit ist Liebe und Nachfolge möglich. Davon war in den letzten Tagen genug die Rede, und dem einen oder <a href="http://tafel.4haso.de/?p=127#comment-444">der anderen</a> scheint es gut getan zu haben.</p>
<p>Diese Freiheit gilt es, sich nicht wieder rauben zu lassen. &#8220;Steht fest&#8221;, schreibt Paulus. Offensichtlich gibt es Kräfte, die uns die Freiheit streitig machen wollen. Hier wird sich der weitere Weg von Mister &#8220;Ich&#8221; entscheiden. Wird er den Mut haben, sich keine frommen Lasten mehr aufladen zu lassen? Oder ist diese Freiheit nicht doch zu schön bzw. zu &#8220;einfach&#8221;, um wahr zu sein?</p>
<p>&#8220;Kann es wirklich sein&#8221;, mag Mister &#8220;Ich&#8221; sich fragen, &#8220;dass Gott mich zu nichts mehr verpflichtet? Dass ich völlig frei bin? Warum stehen dann so viele Anweisungen in der Bibel? Warum möchte Jesus, das wir seine <em><strong>Gebote</strong></em> halten? Warum höre ich in so vielen Predigten Aufforderungen, wie ich als Christ zu leben habe?&#8221; Gute Fragen. Es gibt darauf gute Antworten.</p>
<p>Eine Schlüsselaussage im Neuen Testament lautet:</p>
<blockquote><p>Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, daß er ihn an das Kreuz geheftet hat. (Kolosser 2,14)</p></blockquote>
<p>Jesus hat durch sein Kreuz in jedem Bereich unseres Lebens neue Tatsachen geschaffen. Das Kreuz legt sogar neu fest, was die Bibel ist. &#8220;Vor Christus&#8221; war sie (soweit es sie schon gab) ein Buch voller &#8220;Forderungen&#8221;. Diese Forderungen verpflichteten den Menschen und klagten ihn an, wenn er sie nicht einhielt. Damit ist jetzt Schluss. Die Bibel ist seit Christus nicht länger ein Gesetzbuch. &#8220;Was muss ich tun? Was darf ich tun?&#8221;, sind keine angemessenen Fragen mehr.</p>
<p>Wofür ist die Bibel dann da? Unter anderem für folgende drei Punkte:</p>
<blockquote><p>1. Die Bibel führt uns (als Evangelium) in die Freiheit, zu der Jesus uns befreit hat.<br />
2. Die Bibel ist der Same, der selber in uns Neues hervorbringt, anstatt Neues von uns zu fordern. Darüber habe ich unter dem Titel <a href="http://tafel.4haso.de/?p=33">Ich lebe nicht nach der Bibel</a> ausführlich geschrieben.<br />
3. Wenn wir entdeckt haben, dass wir verändert werden <em><strong>wollen</strong></em>, hilft die Bibel uns dabei. Sie ist das Lehrbuch des neuen Lebens.</p></blockquote>
<p>Den Unterschied zwischen der Bibel als Gesetzbuch und der Bibel als Lehrbuch macht folgender (hinkender) Vergleich deutlich. Mister &#8220;Ich&#8221; hat zwei Entscheidungen getroffen. Er will Auto fahren, und er will Klavier spielen. Beide Entscheidungen hat er freiwillig getroffen. Bei der ersten ist damit die Freiheit auch schon wieder beendet. Um Auto zu fahren, muss er zunächst den Führerschein machen. Er lernt die Straßenverkehrsordnung kennen, ein &#8220;Gesetzbuch&#8221;, dem er in Zukunft unterliegen wird. Jede einzelne zukünftige Fahrt wird durch eine Vielzahl von Ge- und Verboten geregelt sein.</p>
<p>Anders ist es mit dem Klavierspiel. Mister &#8220;Ich&#8221; kann sofort anfangen, und er darf spielen, was er will. Nicht alles hört sich gut an. Aber er lernt ja auch erst. Bald besorgt er sich ein Lehrbuch und sucht sich einen guten Lehrer. Er wird immer besser. Und es macht ihm Spaß, denn er lernt, weil er will.</p>
<p>Beide Bücher enthalten Anweisungen. In der Straßenverkehrsordnung sind sie verpflichtend. Im Lehrbuch nicht. Wenn man eine Vorschrift des Gesetzbuches nicht einhält, ist man ein Übertreter. (Ich bin noch nie für eine eingehaltene Geschwindigkeitsbegrenzung gelobt, aber schon manchmal für eine übertretene zur Kasse gebeten worden.) Durch jede Übung aus dem Lehrbuch, die man bewältigt, wird man hingegen &#8220;fortgeschrittener&#8221;. Man geht von einem Erfolgserlebnis zum anderen. Der Genuss nimmt zu.</p>
<p>Man wird nicht bestraft für Musikstücke, die man noch nicht spielen kann. Fehler beim Üben sind keine Übertretungen, sondern ein Hinweis darauf, dass man gerade neues Terrain einnimmt. Man muss nicht alles üben und spielen. Der eine liebt Klassik und ist ein Notist. Er wird sich bald an Sonaten versuchen. Der andere wird sich nach Erwerb einer gewissen Grundtechnik ans improvisierte Spiel wagen und ganz andere Sachen zum Klingen bringen. Beides ist in Ordnung.</p>
<p>Dafür, dass Mister &#8220;Ich&#8221; ein vernünftiger Autofahrer wird, sorgt der Zwang der Straßenverkehrsordnung. Was sorgt dafür, dass Mister &#8220;Ich&#8221; ein passabler Klavierspieler wird? Er ist begabt und gewillt. Das ist Garantie genug. (Wenn Eltern ihn in jungen Jahren ohne Begabung und Ehrgeiz gezwungen hätten, hätte aller Zwang aus ihm nur einen Schänder der Tasten gemacht.)</p>
<p>Die Bibel ist Mister &#8220;Ich&#8221;s Lehrbuch, nicht sein Gesetzbuch. Gott hat ihm die Musikalität und Willigkeit des Himmels ins Herz gelegt. (Jeder darüber hinausgehende Zwang hilft ihm nicht, sondern schadet ihm.) Nachdem Mister &#8220;Ich&#8221; den Drang zu einem neuen Leben in sich vorgefunden hat, erkennt er, dass ihm kostenlos ein Lehrbuch (die Bibel) und ein genialer Lehrer (der Heilige Geist) zur Verfügung stehen. Das, was religiöse Leute als fromme Verpflichtungen ansehen, die man anderen auferlegen muss, erkennt Mister &#8220;Ich&#8221; als Übungsaufgaben, die ihn zu dem befähigen, was er wirklich will.</p>
<p>Er ist nicht ein Übertreter, wenn er nicht alle diese Aufgaben gleich schafft. (Ich kenne keinen Menschen persönlich, der schon einen Toten auferweckt hat, obwohl das eine klare Anweisung der Schrift ist.) Er hat jedesmal ein Erfolgserlebnis, wenn ihm etwas gelungen ist, was er bis dahin nicht geschafft hat. Er muss sich nicht mit allem gleichzeitig befassen, was in der Bibel steht. Die <em><strong>eine</strong></em> Aufgabe, die sein Lehrer ihm für heute oder die nächsten Tage empfiehlt, wird ihn voranbringen.</p>
<p>So wie der Klavierspieler (Klassik oder Jazz-Improvisation) wird er sich vielleicht &#8220;spezialisieren&#8221;. Der eine wendet sich mit missionalem Lebensstil seiner Stadt zu, der andere wählt die Stille und Zurückgezogenheit, um dort Gott zu suchen. Beide haben das Recht, ihrem Herzen zu folgen. Keiner von beiden hat das Recht, diese Lebensweise dem anderen aufzudrängen &#8211; auch nicht mit Bibelstellen, die sich für beide Lebensentwürfe finden. Die Bibel ist eben kein Gesetzbuch, sondern ein Lehrbuch.</p>
<p>Es gibt keinen Zwang für Mister &#8220;Ich&#8221;. Er muss nur seinem Herzen folgen. Die Bibel und der Heilige Geist helfen ihm dabei. Das hat er jetzt verstanden. Wenn er in Zukunft in der Bibel eine Befehlsform findet oder Begriffe wie &#8220;Gebot&#8221; und &#8220;Gehorsam&#8221;, weiß er: Das sind Übungsaufgaben &#8211; manche für jetzt, manche für später, manche überhaupt nicht für mich. Sie stornieren nicht meine Freiheit. Ich folge Jesus nach, weil ich es will. Und ich bin dankbar für diese Aufgaben, weil sie mir dabei helfen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=134</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romans VII: Eugen Roth</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=133</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=133#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2006 04:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=133</guid>
		<description><![CDATA[Mein Eintrag für heute ist nicht fertig geworden. Macht nichts. Morgen ist auch noch ein Tag. Ich unterliege als Blogschreiber ebenso wenig einer gesetzlichen Verpflichtung wie Mister &#8220;Ich&#8221; als Christ.
Dass eine solche Verpflichtung schadet, bestätigt übrigens Eugen Roth, der in vier Zeilen das frühere Schicksal von Mister &#8220;Ich&#8221; trefflich auf den Punkt gebracht hat:
Ein Mensch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Eintrag für heute ist nicht fertig geworden. Macht nichts. Morgen ist auch noch ein Tag. Ich unterliege als Blogschreiber ebenso wenig einer gesetzlichen Verpflichtung wie Mister &#8220;Ich&#8221; als Christ.</p>
<p>Dass eine solche Verpflichtung schadet, bestätigt übrigens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Roth">Eugen Roth</a>, der in vier Zeilen das frühere Schicksal von Mister &#8220;Ich&#8221; trefflich auf den Punkt gebracht hat:</p>
<blockquote><p>Ein Mensch sagt &#8211; und ist stolz darauf -<br />
er geh in seinen Pflichten auf.<br />
Bald aber, nicht mehr ganz so munter,<br />
geht er in seinen Pflichten unter.</p></blockquote>
<p>Doch die Freiheit hat gewiss schon begonnen, Mister &#8220;Ich&#8221; wieder nach oben zu bringen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=133</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romans VII: The new man</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=131</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=131#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2006 05:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=131</guid>
		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit begleiten wir Mister &#8220;Ich&#8221; durch Römer 7,14-25 (heute übrigens die viertletzte Folge). Mister &#8220;Ich&#8221; ist ein Christ, der von einer Niederlage zur anderen geht. Er schafft es nicht, seine guten Vorsätze einzuhalten. Ständig hat er das Gefühl, er solle und brauche &#8220;mehr&#8221;: mehr Disziplin, mehr Hingabe, mehr Gebet, mehr Bibellesen, mehr evangelistischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit begleiten wir Mister &#8220;Ich&#8221; durch Römer 7,14-25 (heute übrigens die viertletzte Folge). Mister &#8220;Ich&#8221; ist ein Christ, der von einer Niederlage zur anderen geht. Er schafft es nicht, seine guten Vorsätze einzuhalten. Ständig hat er das Gefühl, er solle und brauche &#8220;mehr&#8221;: mehr Disziplin, mehr Hingabe, mehr Gebet, mehr Bibellesen, mehr evangelistischen Eifer, mehr Herzenserforschung, mehr Mitarbeit, mehr soziales Engagement, mehr Fair Trade, mehr Intimität mit Jesus, mehr Verzicht, mehr Stille, mehr Einsatz, mehr Glauben, mehr Kreuz, mehr Selbstverleugnung, mehr Liebe, mehr, mehr, mehr &#8230; Dann wäre er ein guter Christ.</p>
<p>Gott sieht das anders:</p>
<blockquote><p>Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade. (Römer 6,14)</p></blockquote>
<p>Gott meint: (1) Mister &#8220;Ich&#8221; ist bereits ein guter Christ, denn es gibt keine anderen Christen als gute. (2) Mister &#8220;Ich&#8221; muss von all diesen gutgemeinten Pflichten erlöst und befreit werden. Er braucht nicht &#8220;mehr&#8221;, sondern &#8220;gar nichts&#8221; von all diesen Pflichten. Erst wenn er erkennt, wie <strong><em>bedingungslos</em></strong> Gott ihn liebt und für ihn ist, wird er aus dem Kreislauf der Niederlagen heraustreten.</p>
<p>Woher zieht Gott diese Zuversicht? Zunächst einmal ist festzuhalten: Gott ist schon etwas länger im Job als wir. Gott hatte genug Zeit, herauszufinden, wohin ein Leben religiöser Verpflichtung führt. Er macht sich darüber nicht mehr die Illusionen, die wir uns gelegentlich darüber machen. (Um genau zu sein, er hat sich diese Illusionen nie gemacht.) Die Langzeitstudie &#8220;Alter Bund&#8221; (Forschungsthema: Wie verhalten sich Menschen unter der Bedingung religiöser Verpflichtung?) hat ein eindeutiges Resultat ergeben: &#8220;Sie sind nicht geblieben in meinem Bund.&#8221; Religiöse Verpflichtung wird nie verändern.</p>
<p>Deshalb sagte Gott sich: &#8220;Wenn die Menschen es nicht schaffen, ihr Herz zu verändern, dann mache ich das selbst.&#8221; Gott verlässt sich nicht mehr auf das, was Menschen tun können. Gott verlässt sich auf das, was er selbst in ihnen tut. Und so gilt seit Jesus ein &#8220;Neuer Bund&#8221;. Wenn ein Mensch an Jesus glaubt, geschieht viel mehr, als dass er nur an Jesus glaubt. In seinem innersten Wesen findet ein übernatürlicher Eingriff statt. Gott schafft ihn neu (2.Korinther 5,17).</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich werde mein Gesetz (meinen Willen) in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben&#8221; (Jeremia 31,33; Hebräer 8,10).</p>
<p>&#8220;Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben&#8221; (Hesekiel 11,19).</p></blockquote>
<p>Gott ist zuversichtlich für Mister &#8220;Ich&#8221;, weil er weiß, was er in Mister &#8220;Ich&#8221; bereits installiert hat. Damit dieses &#8220;Neue&#8221; zum Tragen kommt, muss jetzt nur noch eins geschehen: Mister &#8220;Ich&#8221; muss das Gesetz und alle religiösen Lasten weit hinter sich lassen.</p>
<p>Denn auch wenn Mister &#8220;Ich&#8221; ein neuer Mensch geworden ist, lebt er noch &#8220;im Fleisch&#8221;. Wie sein Leben praktisch aussehen wird, hängt davon ab, auf welcher Ebene er in Zukunft angesprochen wird. Wenn ihm fromme Pflichten auferlegt werden, wird an seine Entschlossenheit, seinen Gehorsam, seine Hingabe, seine Disziplin, seinen Willen appelliert &#8211; also an sein &#8220;Fleisch&#8221;. Dann geht er von einer Niederlage zur anderen. (Oder wenn er ein sehr disziplinierter Mensch ist, der das alles schafft, geht er von einer Selbstgerechtigkeit zur anderen.)</p>
<p>Die Erfahrung bedingungsloser Liebe hingegen erweckt und stärkt das innere Leben von Mister &#8220;Ich&#8221;. Gnade ist nie ein Appell an das Fleisch. Gnade ist tödlich für das Fleisch. (Für alle, die sich fragen, wo hier die Selbstverleugnung bleibt: es gibt keine größere Selbstverleugnung als den Entschluss, sich lieben zu lassen, ohne es verdient zu haben.) Gnade ist das Lebensmittel für den Geist.</p>
<p>Gott weiß: Wenn seine Liebe immer wieder neu das Herz von Mister &#8220;Ich&#8221; erreicht (besonders dann, wenn er wieder &#8220;versagt&#8221; hat), wird Mister &#8220;Ich&#8221;s Leben sich unaufhaltsam verändern (nicht über Nacht, nicht ohne Rückfälle, aber unaufhaltsam).</p>
<p>Am meisten Veränderung wird bei dem geschehen, der erlebt: Gott liebt mich und ist total für mich, auch wenn ich mich überhaupt nicht verändere. Wahre &#8220;Heiligung&#8221; findet auf diesem paradoxen Weg statt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=131</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romans VII: The Law (Does it work?)</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=129</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=129#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2006 05:41:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=129</guid>
		<description><![CDATA[Wenn Gott dem Menschen solch eine Freiheit schenkt, wie ich sie gestern beschrieben habe &#8211; kann das gutgehen? In dieser Frage beobachte ich eine deutliche Meinungsverschiedenheit zwischen Gott und einem Großteil seines Bodenpersonals. Vielen Christen wird es ungemütlich, wenn man Gnade und Freiheit so radikal versteht. Sie sind augenblicklich besorgt, jederman werde diese Gnade als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Gott dem Menschen solch eine Freiheit schenkt, wie ich sie gestern beschrieben habe &#8211; kann das gutgehen? In dieser Frage beobachte ich eine deutliche Meinungsverschiedenheit zwischen Gott und einem Großteil seines Bodenpersonals. Vielen Christen wird es ungemütlich, wenn man Gnade und Freiheit so radikal versteht. Sie sind augenblicklich besorgt, jederman werde diese Gnade als Freibrief missbrauchen. Wenn Gott seine Leute schon freigesprochen hat, bevor sie etwas anstellen &#8211; was soll sie dann am Sündigen hindern?</p>
<p>(Wenn man nachfragt, stellt man allerdings fest, dass die Besorgten nicht so sehr um sich selbst besorgt sind. Aber den Rest der Christenheit halten sie schon für ein extrem gefährdetes Völkchen. Wehe, man erlaubt ihm alles mögliche! Schon werden sie alles mögliche tun. Als stünden sie nur in den Startlöchern, um munter drauflos zu sündigen, sobald es nicht mehr strafbar ist.)</p>
<p>Schon zur Zeit des Paulus tauchten, wenn er über Gnade und Freiheit lehrte, regelmäßig bestimmte Fragen auf. &#8220;Was nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind?&#8221; (Römer 6,14). Wenn Gnade so radikal ist, wie Paulus sie beschrieben hat, gibt es dann noch einen guten Grund, sich der Sünde zu enthalten? Die vorherrschende Besorgnis lautet:</p>
<blockquote><p><strong>Wenn man die Gläubigen von jeder Christenpflicht befreit, treibt man sie der Sünde in die Arme.</strong></p></blockquote>
<p>Gott ist gegenteiliger Auffassung. Er lässt kurz und knapp behaupten: &#8220;Die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade&#8221; (Römer 6,14). Erst wenn das Verbot aufgehoben ist, haben Christen eine Chance, bestimmte Dinge hinter sich zu lassen, denkt Gott. Erst wenn die Verpflichtung abgeschafft ist, sind die entscheidenden Veränderungen möglich. Gottes Meinung in dieser Sache lautet also:</p>
<blockquote><p><strong>Nur wenn die Gläubigen von aller Christenpflicht befreit sind, werden sie die Sünde überwinden (können).</strong></p></blockquote>
<p>Für heute verabschiede ich mich mit zwei Fragen von meinen Lesern:</p>
<blockquote><p>1. Wer hat Recht &#8211; Gott oder seine besorgten Kinder?<br />
2. Woher nimmt Gott seine Zuversicht?</p></blockquote>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=129</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romans VII: The Law (Justification)</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=127</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=127#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2006 05:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=127</guid>
		<description><![CDATA[Gott ist an unserem Herzen interessiert. Wie unser Herz beschaffen ist, zeigt sich in dem, was wir gerne und freiwillig tun. Deshalb gibt Gott uns im &#8220;Neuen Bund&#8221; völlige Freiheit. (&#8220;Neuer Bund&#8221; bedeutet: Gott hat durch Jesus seine Beziehung zu uns auf eine völlig neue Grundlage gestellt, die völlig anders ist als alles, was wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gott ist an unserem Herzen interessiert. Wie unser Herz beschaffen ist, zeigt sich in dem, was wir gerne und freiwillig tun. Deshalb gibt Gott uns im &#8220;Neuen Bund&#8221; völlige Freiheit. (&#8220;Neuer Bund&#8221; bedeutet: Gott hat durch Jesus seine Beziehung zu uns auf eine völlig neue Grundlage gestellt, die völlig anders ist als alles, was wir sonst auf dieser Welt kennen.) Zu dieser Freiheit gehören zwei Voraussetzungen. (1) Wir sind nicht zu Wohlverhalten verpflichtet. (2) Wir werden nicht verurteilt, wenn wir uns nicht wohlverhalten. Wie man sich diese Freiheit vorstellen kann, zeigt der folgende Vergleich.</p>
<blockquote><p>Unser Schulsystem ist ein gesetzliches System. Die Schulpflicht sorgt dafür, dass jeder hingeht. Die Zeugnisse sorgen dafür, dass die meisten sich mehr oder weniger Mühe geben. Damit lässt sich einiges erreichen. Aber nicht alles.</p>
<p>Wenn Millionen Kids jeden Morgen zur Schule gehen, bedeutet das nicht, dass Millionen Kids lernwillig und wissbegierig sind. Es bedeutet nicht, dass sie sich voller Begeisterung spannenden Forschungsgebieten zuwenden. Es bedeutet nicht, dass sie für Lehrer und Lehrbücher dankbar sind. Es bedeutet nicht, dass die Schule zu ihren Lieblingsplätzen gehört. Es bedeutet nur, dass sie sich fügen. Mehr lässt sich staatlicherseits nicht verordnen. Diese Verordnung hat ihre Schattenseiten: Lernstress, Prüfungsangst und persönliche Krisen derer, die scheitern.</p>
<p>Nun stellen wir uns folgendes Szenario vor. Am Beginn eines neuen Schuljahres tritt der Lehrer vor die Klasse und teilt den Schülern mit: &#8220;Wir haben unser Schulsystem völlig reformiert.&#8221; Das neue System sieht so aus: Die Schüler bekommen schon am ersten Tag ihr Zeugnis. In diesem Zeugnis steht eine Gesamtzensur: &#8220;Sehr gut.&#8221; Der Lehrer informiert: &#8220;Die Note ist endgültig. Sie wird euch nie wieder aberkannt werden. Ihr müsst auch nicht jeden Tag hier erscheinen. Es gibt keine Tests und Prüfungen. Ihr habt es bereits geschafft, bevor ihr angefangen habt. Nun liegt es an euch, was und wieviel ihr lernen wollt.&#8221;</p>
<p>Wie würde das in der Schule ausgehen? Einige würden vermutlich nie wieder ihre Klasse betreten. Andere würden es nicht glauben und ängstlich darauf warten, wo der Haken bei der Sache ist. Aber für diejenigen, die gerne lernen, wäre es das beste Jahr, das sie je hatten.</p></blockquote>
<p>Genau solch eine Systemreform hat Gott mit dem Neuen Bund vollzogen. Der Alte Bund entsprach unserem gegenwärtigen Schulsystem. Die Menschen waren verpflichtet, das Gute zu tun. Am Ende stand der Test und das Zeugnis (Urteil). Der Neue Bund entspricht der eben beschriebenen utopischen Schulreform. Gott stellt dem, der zu Jesus kommt, bereits am ersten Tag das Zeugnis aus (oder fällt das Urteil): &#8220;Gerecht.&#8221; Das ist in seiner Welt die Entsprechung zu &#8220;Sehr gut&#8221;. Diese Note wird nie wieder zurückgenommen oder geändert werden. &#8220;Es gibt keine schlechte Zensur für die, die in Christus Jesus sind&#8221; (Römer 8,1). Kein Lernstress, keine Prüfungsangst, kein Durchfallen oder Sitzenbleiben.</p>
<p>Gottes Reich ist allem völlig entgegengesetzt, was du von dieser Welt kennst. Bei uns geschieht alles in dieser Reihenfolge: erst die Leistung, dann die positive Beurteilung. Bei Gott ist es entgegengesetzt: erst die positive Beurteilung, dann die Freiheit. Gott &#8220;spricht den Gottlosen gerecht&#8221; (Römer 4,5). Der &#8220;Gottlose&#8221; hat noch nichts Gutes getan, und ist doch schon völlig okay. Er hat noch nichts gelernt und doch schon sein Zeugnis in der Tasche. Die Gesamtnote über sein Leben steht bereits fest, wenn er mit Jesus an den Start geht.</p>
<p>Jetzt ist er frei. Er kann herausfinden, was er wirklich tun möchte. Jetzt kann sein Herz sich zeigen.</p>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=127</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romans VII: The Law (Liberty)</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=126</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=126#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2006 04:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=126</guid>
		<description><![CDATA[Gott ist nicht an dem interessiert, was wir tun. Gott ist an dem interessiert, was wir gerne tun. Was einer tut, sagt noch nichts über ihn aus. Wenn ein Bankdirektor nachts Geld aus dem Tresor holt, kann es sein, dass er ein Dieb ist. Es kann aber auch sein, dass er ein Vater ist, dessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gott ist nicht an dem interessiert, was wir tun. Gott ist an dem interessiert, was wir <em>gerne</em> tun. Was einer tut, sagt noch nichts über ihn aus. Wenn ein Bankdirektor nachts Geld aus dem Tresor holt, kann es sein, dass er ein Dieb ist. Es kann aber auch sein, dass er ein Vater ist, dessen Kind in der Hand eines Geiselnehmers ist. Wenn ein bekannter Politiker sich um eine hilfebedürftige Familie kümmert, kann es sein, dass er ein Menschenfreund ist. Es kann aber auch sein, dass er nur vor laufender Kamera seine Wahlaussichten verbessern will.</p>
<p>Was einer gerne tut, lässt sich nicht befehlen. Mit etwas Strenge können Eltern erreichen, dass ihr Kind den Spinat isst. Sie können nicht erzwingen, dass der Spinat ihrem Kind schmeckt. Mit genügend Radarkontrollen kann die Polizei erreichen, dass ich auf einer nahegelegenen vierspurigen Straße nur 50 fahre. Mit nichts auf der Welt kann sie erreichen, dass diese Schleicherei mir Spaß macht.</p>
<h4>Lieben kann man nicht müssen</h4>
<p>Gott ist nicht an dem interessiert, was wir tun. Gott ist an dem interessiert, was wir aus Liebe tun. Zur Liebe kann man nicht verpflichtet oder gedrängt werden. Mit Manipulation, Selbstmorddrohung, Eifersuchtsszenen, Bettelei oder Magie gewinnt man nicht die Zuneigung seines Wunschpartners. Zur Liebe kann man nicht mit vorgehaltener Pistole gezwungen werden. Diese Art von &#8220;Liebe&#8221; nennen wir Vergewaltigung. Liebe kann man auch nicht mit Geld oder anderen Versprechungen kaufen. Solch eine &#8220;Liebe&#8221; nennen wir Prostitution. Gott ist weder ein Gewaltverbrecher noch ein Freier.</p>
<p>Gott ist nicht an unserem Verhalten interessiert. Gott ist an unserem Herzen interessiert. Deshalb hat er im Neuen Bund die Verpflichtung abgeschafft (Römer 10,4). Er hat lange genug mit ansehen müssen, wozu die Verpflichtung geführt hat: &#8220;Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir&#8221; (Matthäus 15,8). Nun hat Jesus die Verpflichtung ein für allemal aufgehoben (Kolosser 2,14).</p>
<p>Gott ist nicht an unserem Verhalten interessiert. Gott ist an unserem Herzen interessiert. Deshalb hat er uns im Neuen Bund eine atemberaubende Freiheit geschenkt (Galater 5,1), die &#8211; so behaupte ich &#8211; vielen Christen noch gar nicht bewusst ist. Denn nur auf der Grundlage völliger Freiheit ist völlige Hingabe möglich. Nur wenn einer zu nichts mehr verpflichtet ist und außerdem keine nachteiligen Folgen zu befürchten hat, wird deutlich, wer er wirklich ist. Nur dann kann Liebe sich entfalten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=126</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romans VII: The Law (Definition)</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=125</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=125#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2006 04:46:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=125</guid>
		<description><![CDATA[Was versteht Mister &#8220;Ich&#8221; unter dem Gesetz? Vermutlich hält er Christen für gesetzlich, die anderen Christen das Schweinefleisch verbieten und den Sabbat vorschreiben, weil es so bei Mose steht. Oder in seinen Augen ist es gesetzlich, Christen ein bestimmtes Outfit zu untersagen. (Haso der Naive hielt dies für eine fast ausgerottete Krankheit des Leibes Christi, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was versteht Mister &#8220;Ich&#8221; unter dem Gesetz? Vermutlich hält er Christen für gesetzlich, die anderen Christen das Schweinefleisch verbieten und den Sabbat vorschreiben, weil es so bei Mose steht. Oder in seinen Augen ist es gesetzlich, Christen ein bestimmtes Outfit zu untersagen. (Haso der Naive hielt dies für eine fast ausgerottete Krankheit des Leibes Christi, bis ihn jüngst der Storch mit einem Beitrag über <a href="http://www.jfrs.de/storch/blog/wordpress/2006/03/07/frisuren/">Frisuren</a> eines besseren belehrte.) Doch damit ist das Thema Gesetzlichkeit bei weitem nicht erschöpft.</p>
<p>Das &#8220;Gesetz&#8221; hat &#8211; in der Gesellschaft und in der Religion &#8211; drei Merkmale. (1) Die Forderung: Menschen werden zu einem bestimmten Verhalten verpflichtet. (2) Die Sanktion: Ihnen wird für den Fall der Zuwiderhandlung eine Konsequenz angedroht. (3) Die Verurteilung: Wenn sie sich dennoch nicht an die Vorschrift halten, haben sie den Status eines Übertreters. Wo immer diese Merkmale sich finden, liegt &#8220;Gesetz&#8221; vor.</p>
<div class="meta">Bevor mich nun einer für Haso den Gesetzlosen hält, will ich kleingedruckt klarstellen, dass es im zivilen Leben der Menschen nicht ganz ohne Gesetz geht. Für Schule und Straßenverkehr ist das einsichtig. Selbst die Gemeinde, insoweit sie eine Form des zivilen Zusammenlebens von Menschen ist, kennt in der Regel Regeln. (Eine mögliche Form ihres &#8220;Gesetzes&#8221; ist das Vereinsrecht oder die Gemeindeordnung.) Das ändert aber nichts daran, dass Gott unsere eigentliche Beziehung zu ihm völlig gesetzfrei geplant hat (Römer 6,14; 7,4.6; 10,4; Galater 2,19; 3,13; 5,18; 1.Timotheus 1,9).</div>
<h4>1. Die Forderung</h4>
<p>Gesetzlichkeit macht aus dem christlichen Leben eine Anhäufung von <em>Pflichten</em>. Sie fordert von Christen, was sie zu tun (Gebote) und zu lassen (Verbote) haben. Es kommt nicht darauf an, ob das Geforderte falsch (Kopftuch für Frauen) oder richtig (keine üble Nachrede) ist. Das Vorliegen einer <em>Forderung</em> reicht aus, um ein &#8220;Gesetz&#8221; zu machen. Wenn Christen anderen vorschreiben, sie müssten jeden Tag 15 Minuten in der Bibel lesen, oder ihnen untersagen, bestimmte Filme anzuschauen, handelt es sich in beiden Fällen um Gesetz. &#8220;Alles ist erlaubt&#8221;, schreibt Paulus (1.Korinther 6,12; warum habe ich über diesen wunderbaren Satz noch nie eine Predigt gehört?). Dann ist nichts gefordert. Der Grund, warum Christen ihr Leben ändern, ist nicht, weil Gott oder Menschen es von ihnen erwarten. Sie werden ihr Leben ändern, aber aus viel besseren Gründen.</p>
<p>Eine Spezialform ist die dogmatische Gesetzlichkeit. Es ist nicht gesetzlich, Überzeugungen zu haben oder zu vertreten. Es ist aber hochgradig gesetzlich, solche Überzeugungen von anderen zu fordern oder sie ihnen aufzuzwingen. Überzeugungen lassen sich nicht verordnen.</p>
<blockquote><p>A man, convinced against his will,<br />
is of the same opinion still.</p></blockquote>
<h4>2. Die Sanktion</h4>
<p>Wo Gesetzlichkeit vorliegt, wird die Verpflichtung durch Androhung (oder Befürchtung) unangenehmer Konsequenzen durchgesetzt. Das kann, aber muss nicht die Hölle sein. Aus kindlichen Tagen erinnere ich mich an den pädagogischen Hinweis, bestimmtes Verhalten mache &#8220;den lieben Heiland traurig&#8221;. Andere Konsequenzen können sein: Gott lässt den Übertreter mit dem Auto verunglücken, schickt ihm einen Hexenschuss, erhört seine Gebete nicht, ist auf ihn sauer oder geht vorübergehend auf Abstand. Schließlich gibt es noch den Liebesentzug oder die Verachtung durch andere Christen.</p>
<h4>3. Die Verurteilung</h4>
<p>Wenn einer trotzdem die Pflicht nicht erfüllt, steht er als Übertreter da. Er hat versagt. Er ist ein schlechter Christ. Er muss sich schuldig fühlen. Vielleicht wird Gott ihn am Ende verwerfen.</p>
<p>Verstehst du jetzt, warum ich gestern vermute habe, Mister &#8220;Ich&#8221;s Dilemma sei das Ergebnis von Gesetzlichkeit? Es sind nicht die &#8220;lieben Geschwister&#8221;, die ihn mit dem Gesetz drangsalieren, sondern er selbst. Er hält sich für zu allem möglichen verpflichtet, und er erhöht die Zahl der Pflichten durch eigene Vorsätze und Gelübde. Er hat Angst, dass Gott ihm zumindest den Segen kürzt, wenn er diese Pflichten nicht einzuhalten schafft. Und er fühlt sich jedesmal grottenschlecht, wenn es wieder nicht geklappt hat. Das soll das Evangelium sein? Das soll Gnade sein? Das ist Gesetz pur! So ist mein Gott nicht. Und so braucht Mister &#8220;Ich&#8221; nicht zu leben.</p>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=125</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romans VII: The Law (Confusion)</title>
		<link>http://tafel.4haso.de/?p=124</link>
		<comments>http://tafel.4haso.de/?p=124#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2006 05:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haso</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer 7]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tafel.4haso.de/?p=124</guid>
		<description><![CDATA[Manche Leute haben Angst vor der Gnade und Angst vor der Freiheit. Sie möchten gern vorgeschrieben bekommen, wie sie zu leben haben, und sie möchten sich schuldig fühlen, wenn sie sich nicht daran halten. Ohne Zügel und Zaum befürchten sie die Anarchie &#8211; im eigenen Leben und in der übrigen Christenheit. Sie werden in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Leute haben Angst vor der Gnade und Angst vor der Freiheit. Sie möchten gern vorgeschrieben bekommen, wie sie zu leben haben, und sie möchten sich schuldig fühlen, wenn sie sich nicht daran halten. Ohne Zügel und Zaum befürchten sie die Anarchie &#8211; im eigenen Leben und in der übrigen Christenheit. Sie werden in den nächsten Tagen auf Hasos Tafel Stress bekommen.</p>
<p>Alle anderen werden heute auch Stress haben. Zumindest, wenn sie die folgenden drei Verse verstehen wollen, die ich zur Stresserhöhung aus dem Münchener Neuen Testament (einer sehr wörtlichen Übersetzung) zitiere:</p>
<blockquote><p>Ich finde folglich [in bezug auf] das Gesetz, dass bei mir, dem das Rechte machen Wollenden, das Schlechte liegt; denn ich freue mich am Gesetz Gottes dem inneren Menschen nach, aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, widerstreitend dem Gesetz meines Verstandes und mich gefangennehmend im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. (Römer 7,21-23)</p></blockquote>
<p>In seiner <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/distinguiert">distinguierten</a> britischen Art würde Mystery Man jetzt sagen: &#8220;We are not amused. We are confused.&#8221; (And rightly so.) Lieber Paulus, ich will nicht an deinen Briefen rummäkeln, aber was soll das? &#8220;Gesetz&#8221;, &#8220;Gesetz Gottes&#8221;, &#8220;Gesetz in meinen Gliedern (?)&#8221;, &#8220;Gesetz meines Verstandes&#8221;, &#8220;Gesetz der Sünde&#8221; = ??? In was für einem Film sind wir hier?</p>
<p>Nachdem unsere erste Irritation sich gelegt hat, stellen wir fest: das &#8220;Gesetz&#8221; verwirrt. Damit haben wir die Einsicht des Tages gewonnen. Das Gesetz treibt Christen in der Tat in die Verwirrung. (Dafür ist Mister &#8220;Ich&#8221; ein beredtes Beispiel.) Aber das Gesetz verwirrt nicht nur. Es schadet noch mehr. &#8220;Das Gesetz richtet nur Zorn an&#8221; (Römer 4,15). &#8220;Das Gesetz macht die Sünde mächtiger&#8221; (Römer 5,20). &#8220;Das Gesetz erregt sündige Leidenschaften&#8221; (Römer 7,5). &#8220;Das Gesetz ist die Kraft der Sünde&#8221; (1.Korinther 15,56).</p>
<p>Bevor Mister &#8220;Ich&#8221; jetzt abwinkt und meint, von Gesetzlichkeit sei er wahrlich frei, antworte ich ihm: &#8220;Wir werden sehen.&#8221; Sollte sich doch ein Rest Gesetzlichkeit in ihm versteckt halten, wäre damit das Rätsel um sein widersprüchliches Leben weitgehend gelöst. Denn &#8230;</p>
<blockquote><p>&#8230; die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. (Römer 6,14)</p></blockquote>
<p>Das heißt im Umkehrschluss: In jedem Lebensbereich, in dem Mister &#8220;Ich&#8221; noch &#8220;gesetzlich&#8221; lebt, wird die Sünde über ihn herrschen. Ist Mister &#8220;Ich&#8221; jetzt interessiert, mehr über &#8220;Gesetz&#8221; und &#8220;Gesetzlichkeit&#8221; zu erfahren?</p>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tafel.4haso.de/?feed=rss2&amp;p=124</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
