17
November
2006

Nostra culpa, nostra maxima culpa

GPRSGute Nachricht. Ich habe Netzzugang. Zwar kein UMTS, aber eine passable und stabile GPRS-Verbindung. Das hebt den gefühlten Komfort meiner vorübergehenden Herberge. Ich gebe zu, ich bin nicht gerne ohne Internet. Sollte einer meiner Leser sich deswegen Sorgen um mich machen – ist Haso “abhängig”? -, so sei er darauf verwiesen, dass Toby Faix – ein weiterer lesenswerter Vertreter unserer Bloggerzunft – noch ganz andere Sätze von sich gibt: “Ich liebe meinen Computer … Was würde ich nur ohne ihn machen?”

Ohne Internet wäre mir heute einiges entgangen. Ich hätte nie erfahren, wer für die Verwilderung der Sitten in der amerikanischen Politik verantwortlich ist. Der frühere amerikanische Präsident George Bush – Vater des gegenwärtigen, der zum jetzigen Zeitpunkt noch genau 795 Tage, 17 Stunden und 16 Minuten im Amt sein wird – klärt uns in einem Interview auf:

A: It has “gotten so adversial that it´s ugly”.

Q: “Why do you think it’s gotten so adversarial?”

A: “It’s probably a little worse now given the electronic media and the bloggers and all these kinds of things.”

Liebe bloggende Freunde, jetzt wissen wir, wie es zu politischer Rauhbeinigkeit kommt: Nostra culpa, nostra culpa, nostra maxima culpa (“durch unsere Schuld, durch unsere Schuld, durch unsere größte Schuld”).

Ohne Internet hätte ich weder Tallskinnykiwis Bemerkungen über den Neuen Atheismus noch das idea-Interview mit Peter Wenz gelesen. Ich wüsste nicht, was die Welt über die BILD schreibt. Und ich hätte neue Worte der deutschen Sprache wie Beitragsausgleichsdefizitverfahren (stresst gerade die Stadt Solingen) oder Kettenduldungspraxis (will Claudia Roth abschaffen) nicht kennengelernt.

Mit Internet konnte ich das alles und noch mehr entdecken – und zwar in den kurzen Pausen eines effektiven Tages, dessen Ergebnisse ich in einer Mindmap mit folgenden Umrissen festgehalten habe:

mindmap

Fazit: Internet ist nötig. Internet bildet. Und Internet hält nicht von der Arbeit ab.

3 Kommentare

  1. Mystery man:

    Echt übersichtlich, euer Arbeitsprogramm!

  2. Das Konzil » Blog Archive » Jesusfreaks und das Internet.:

    [...] Inzwischen hat sich viel getan – das Internet ist ein wichtiger und schon fast unentbehrlicher Bestandteil der Kommunikation geworden. Einerseits kann man damit hervorragend seine Zeit verplempern – andererseits kann man es auch sinnvoll nutzen. (Haso hat da neulich was drüber geschrieben) [...]

  3. Günter Matthia:

    Wat bin ick foh, dass ick keen Blocka bin. So kann mich keena krumm kommen, von wejen icke hätte wat mit die miese Schtimmung von die Amis mit ihem Präsi zu tun.

    :-)

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