21
September
2007

Position oder Tendenz

Häufig fragen Christen nach der biblischen Position zu einem bestimmten Thema oder meinen, eine solche zu beziehen. Sicher gibt es in manchen Fällen solche Positionen – in anderen jedoch nicht. Zu vielen Fragen gibt es nur eine biblische Tendenz. Um diesen Unterschied zwischen Position und Tendenz geht es heute.

Vorweg ein Vergleich. Stellen wir uns jemanden vor, dessen Normalgewicht 75 Kilo wäre, der aber 105 Kilo auf die Waage bringt. Er beschließt, etwas für seine Gesundheit zu tun und sein Gewicht zu reduzieren. Als erstes Zwischenziel steckt er sich, 95 Kilo zu erreichen. Dieses Ziel ist keine “Position” – er erklärt nicht die 95 Kilo zu seinem neuen Idealgewicht. Es ist nur eine “Tendenz” – abnehmen ist angesagt. Solange er über 95 Kilo wiegt, ist dieses Ziel etwas Gesundes, Positives. Ab dem Zeitpunkt, wo er es erreicht hat, ändert sich das. Wenn er bei 85 Kilo angekommen ist und sich dann erneut die 95 Kilo als Ziel stecken würde, wäre das ungesund, negativ.

So ist es mit vielen biblischen Aussagen. Sie bezeichneten zu der Zeit, als sie gemacht wurden, eine heilsame Tendenz, steckten ein Zwischenziel für die göttliche “Erziehung des Menschengeschlechts” (Lessing). Wenn man aus dieser Tendenz eine Position macht, die man heute bezieht, aus dem Zwischenziel ein Endziel, geht man in die Irre. Nach diesen theoretischen Vorbemerkungen zwei Beispiele.

1. Was ist die biblische Position zur Todesstrafe?

“Dein Auge soll ihn nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß” (Deuteronomium 19,21). Man könnte diesen Vers zitieren und in Verbindung mit ähnlichen Aussagen der Schrift die “Position” beschreiben: die Bibel ist für Vergeltung und Todesstrafe.

Tatsächlich wurden diese Worte in einer Zeit aufgezeichnet, in der in ihnen eine andere Tendenz mitschwingt. “Nur Leben um Leben, nur Auge um Auge, nur Zahn um Zahn …” – im Gegensatz zu eskalierender Rache, wie Lamech sie besingt: “Einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine Beule. Kain soll siebenmal gerächt werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal” (1. Mose 4,23-24). Es geht nicht nur um eine Position von Rache und Vergeltung, sondern um die Tendenz zur Begrenzung von Rache und Vergeltung – allerdings zunächst noch ohne Gnade.

Diese kommt im NT hinzu, aus dem direkt hervorgeht, dass keine Position, sondern eine Tendenz beschrieben wurde, denn Jesus führt die Tendenz weiter, indem er sagt: “Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn … Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde” (Matthäus 5,38.44).

Ein humanitärer Strafvollzug mit dem Ziel der Resozialisierung ist in diesem Sinne wahrhaft biblisch, obwohl er sich nicht direkt auf ein biblisches Statement berufen kann, weil er der biblischen Tendenz folgt. Hingegen ist ein Strafvollzug, der Vergeltung und “Rache” zum Ziel hat, unbiblisch, obwohl er Kapitel und Vers anführen und sich als biblische Position anbieten kann.

(Könnte man vereinfacht sagen, dass zum Beispiel in den USA die “christliche Rechte” oder “Moral Majority” zu manchen Themen biblische “Positionen” bezieht, während die “christliche Linke” biblischen “Tendenzen” folgt?)

2. Was ist die biblische Position zur Sklaverei?

Noch einen Schritt weiter führt uns das Thema der Sklaverei. Wer Stellen wie Epheser 6,5-9 und Kolosser 3,24-4,1 als eine “biblische Position” liest, könnte zu dem Ergebnis kommen, dass die Bibel die Sklaverei befürwortet. Als “Tendenz” haben diese Stellen eine ganz anderen Bedeutung. Bei der Überwindung der Sklaverei war das erste Teilziel eine humanere Behandlung der Sklaven. Alles andere wäre noch anachronistisch gewesen. Dieses Teilziel war damals progressiv. (Viele Sklaven verstanden, dass ihnen im Evangelium eine neue Würde zuerkannt wurde, und schlossen sich den Gemeinden an.)

Mit diesem ersten Teilziel und Aussagen wie “in Christus ist nicht Sklave oder Freier” (Galater 3,28) war die Axt an die Wurzel einer unmenschlichen Institution gelegt. Das Ende der Sklaverei war eingeläutet, auch wenn es beschämenderweise noch 18 Jahrhunderte dauerte, bis es durchgesetzt wurde.

Auf dem Weg zur Überwindung der Sklaverei sah jedoch die “christliche Rechte” des 18./19. Jahrhunderts in den biblischen Aussagen eine “Position”, die die Sklaverei rechtfertigte, und kämpfte für ihre Beibehaltung. Doch in jener Zeit war ein buchstäbliches Verständnis von Epheser 6,5-9 nicht mehr fortschrittlich, sondern reaktionär. Progressive Christen wie William Wilberforce folgten hingegen der biblischen “Tendenz”. Im Unterschied zum Thema Todesstrafe gab es in diesem Fall kein Jesus-Wort, das diese Tendenz bestätigte, und schon gar keine neutestamentliche Stelle, die ausdrücklich gegen die Sklaverei Stellung bezog. Aber die biblische Tendenz machte ihre Abschaffung unvermeidlich.

Diese beiden Beispiele sollen illustrieren, dass “nach der Bibel zu leben” nicht immer bedeutet, eine biblische Position zu vertreten. Es kann bedeuten, der biblischen Tendenz zu folgen, die über den Wortlaut der Bibel hinausführt. Manchmal ist unbiblisch, wofür man Kapitel und Vers anführen kann, und biblisch, was über den Buchstaben hinausgeht.

Fallen meinen Lesern weitere – und aktuellere – Beispiele ein?

18 Kommentare

  1. Simon:

    Kein weiteres Beispiel, aber noch ein ergänzender Gedanke:

    Der Begriff Tendenz passt, wie ich finde, sehr gut für die beiden Beispiele, die du genannt hast. Hier ist es ja gewissermaßen so, dass sich biblische Aussagen sozusagen in eine Richtung bewegen und man dieser Richtung nur weiter folgen muss, um so einer angemessenen Position für das Heute zu gelangen.

    Bei anderen Themen ist das vielleicht nicht so deutlich und die Schrift führt uns in einen Diskurs hinein, indem sie aus verschiedenen Zeiten und Kontexten verschiedene Gedanken zu verschiedenen Aspekten eines Themas beleuchtet. Oder auch (um das Beispiel der Bestrafung für Verfahlungen aufzunehmen), indem sie schlichtweg unterschiedliche Weisungen gibt – so gibt es auch schon innerhalb des AT z.B. für ein und dieselbe Handlung zu unterschiedlichen Zeiten der Geschichte Israels unterschiedliche Strafen, die anzuwenden sind.

    In diesem Fall würde ich dann nicht von einer Tendenz oder einer Richtung sprechen, sondern von einem Diskurs oder im Bild vielleicht von einem Kreis, der zwar seine Begrenzungen hat, innerhalb dessen aber einiges möglich ist.

    Macht das Sinn, was ich schreibe, oder ist das etwas abstrus?

  2. Hufi:

    Wie ist es mit der Stellung der Frau?
    Und wie mit Homosexualität?

  3. Peter:

    Genau – die beiden Punkte sind mir auch sofort eingefallen. Da würde mich Deine Tendenzskizze sehr interessieren!

  4. DoSi:

    Guter Post, danke! Bei den erwähnten Themen sehe ich es wie Du, Haso, würde aber auch Simon recht geben. Zur Frau hast Du ja schon mal nen längeren Post geschrieben. Interessant aber ist wirklich die Frage nach Homosexualität. Siehst Du da auch eine Tendenz?

  5. Haso:

    @simon: ich denke, wir brauchen mehrere solcher “geometrischer” modelle (richtung, kreis), um von einem statischen bibelverständnis wegzukommen, das leider noch viele diskussionen bestimmt. bei deinem kreismodell könnte man in manchen fällen (statt von einer richtung) von der mitte sprechen, dem zentrum, zu dem andere aussagen eine unterschiedliche nähe oder entfernung haben können.

    @hufi+peter: die frauenfrage gehört nach meinem verständnis hier unbedingt mit hinein. die diskussion über neutestamentliche positionen hat oft in die exegetische hängepartie geführt. die tendenz ist jedoch eindeutig: mehr wertschätzung und mehr aktionsradius für die frau. ich meine, wir folgen dieser tendenz weiter, wenn frauen wie männer alles tun können, wozu sie begabt sind, und wenn frauen in gemeinde und gesellschaft keinen anderen einschränkungen unterliegen als männer.

    homosexualität ist ein herausforderndes thema. seit 1 1/2 jahren gehe ich mit einem blogeintrag schwanger, der bis heute in utero geblieben ist. im zusammenhang meines heutigen posts würde ich vorläufig folgendes sagen.

    der begriff der tendenz beinhaltet, dass man von einer unbefriedigenden ausgangssituation ausgehend ein zwischenziel steckt, ohne dass immer schon klar ist, wohin der weg anschließend führt oder nicht führt.

    die ausgangssituation in der schwulenfrage ist zunächst, dass wir christen in unserer beziehung zu ihnen eine teilweise üble vorgeschichte haben. es gibt nicht nur hate crimes, es gibt auch hate theologies. von daher wäre zunächst eine biblische tendenz, über solche haltungen in dieselbe richtung hinauszugehen, wie jesus über die pharisäische haltung zu zöllnern und sündern hinausging, indem er ihr freund wurde. (sollte ein christ überhaupt ein statement zur homosexualität abgeben, wenn er keinen einzigen schwulen freund oder guten bekannten hat?)

    zuerst müssen wir christen lernen, schwulen menschen mit liebe, achtung und annahme zu begegnen. bis wir dieses zwischenziel erreicht haben, und bis bei den schwulen angekommen ist, dass wir dieses zwischenziel erreicht haben, halte ich brian mclarens moratorium für keine ganz schlechte idee, auch wenn ich mir vorstellen kann, hinterher zu anderen ergebnissen zu kommen als er.

  6. storch:

    ich tue mich auch etwas schwer mit der homofrage. auf der einen seite kann ich das wort nicht anders verstehen als dass homosexualität sünde ist. das scheint für mich keine frage zu sein.

    interessanter ist die andere seite: wie gehen wir mit betroffenen um? und da haben wir dann oft gesündigt indem wir menschen ausgrenzten, die gott liebt. in jeder gemeinde muss es platz für schwule geben.
    das hauptproblem im gegenseitigen umgang liegt imho darin, dass der begriff “sünde” oder “sünder” ausgrenzend verstanden wird. meiner ansicht nach ist das aber nicht (ganz) biblisch. sünde ist immer etwas, das den erlöser anzieht, nicht abstösst.

    wir haben da im umgang mit menschen noch viel zu lernen.

  7. storch:

    PS: mit”wir” meine ich “uns als gesamtheit der christen”. nicht einzelne. :-)

  8. TrüLo:

    Es gibt aber doch so gruselige Dinge wie Gemeindezucht und das ist sehr biblisch. Ich mags nich, aber es steht da halt so drin. Stelle brauch ich nicht suchen, oder?

  9. TrüLo:

    Ich führ das mal mehr aus. Beim Thema Gemeindezucht geht es um Unzucht. Und diese ist rein biblisch gesehen mit Homosexualität erfüllt. Jetzt könnte man da einen Punkt setzen und sagen: Folgende Vorgehensweise-> In Liebe ermahnen, derjenige kehrt um, ihm wird vergeben und alle sind zufrieden. Oder -> In Liebe ermahnen, der sperrt sich einfach und leider muss er ausgeschlossen werden, denn der Umgang mit Unzüchtigen ist lt. Bibel verboten. Das ist ja nicht nur eine sanfte Empfehlung, der meints ja voll ernst.
    Ich verstehe es, wenn es um Irrlehre geht oder grob böses Zeug. Aber bei Homos bricht mir das das Herz.
    Ich meine / hoffe / denke, dass Gott / die Bibel mit der Homosexualität als Greuel und Unzucht die meint, die als sexuelle Ausschweifung und aus Langeweile/Reizarmut geschieht. Wie man sich das so vorstellt früher mit Lustknaben o.ä. Völlerei und Überfluss, Verdruss und Langeweile, einfach mal quervögeln… sowas find ich auch eklig. Aber das andere? Jemand, der feststellt, dass er gleichgeschlechtlich liebt ist ein Greuel?
    Ich will das nich. Was aber kein Maßstab sein muss, klar.

    Is sowieso eins der schwierigsten Themen, finde ich.

  10. haso:

    “gemeindezucht” ist auch so eine missverstandene biblische “position”. ich gehe jetzt mal nur auf matthäus 18 – die klassische stelle – ein. als position gelesen, verstehen christen die stelle so: gott will bestimmte leute nicht in der gemeinde haben, und wir müssen sie rausschmeißen. als tendenz liest sich die stelle so: wir wollen bestimmte leute nicht in der gemeinde haben, und gott macht es uns sehr schwer, sie loszuwerden.

    so hat petrus die aussage von jesus verstanden. ihm wurde klar: wenn einer bei ihnen scheiß gebaut hatte, dann durfte er nicht so schnell verschissen haben, wie es sonst üblich war. deshalb fragt er anschließend: “jesus, das meinst du doch hoffentlich nicht so ernst, oder? wenigstens nach 7 mal muss doch schluss sein mit so viel vergebung, oder?” aber jesus sagte: “nein, selbst wenn es 70mal siebenmal – also ununterbrochen geschieht, dass einer unter euch schuldig wird, dürft ihr euch immer noch nicht ohne weiteres von ihm zurückziehen.”

  11. Trümmerlotte:

    Wenn einer Vergebung möchte, wenn er ankommt und sich entschuldigt, oder? Aber wenn einer auf seiner Position beharrt?! Wenn einer Irrlehren verbreitet, die Gemeinde von innen zerstört? Is was anderes, als wenn er säuft wie ein Loch *grübel*

    Ich kann das mit der Tendenz in dieser Beziehung ( Gemeindezucht) noch nicht nachfühlen/denken. Ich geh mal Matthäus gucken…

  12. storch:

    ich habe eine weile immer wieder über gemeindezucht gelehrt. mal sehen, vielleicht setze ich mal meine alten aufzeichnungen ins netz, wenn ich sie noch finde.

    jedenfalls komme ich zu dem schluss, dass in der gemeindezucht ein spannungsfeld gewichtet wird. auf der einen seite ist die freiheit des einzelnen und sein recht auf entwicklung (was immer auch fehler mit einbezieht und sogar phasen in denen er sich nicht entwickeln will). für diese entwicklung ist die gemeinschaft der heiligen von riesiger bedeutung.
    auf der anderen seite steht der schutz der gemeinde als ganzer. es gibt dinge, die gemeinde zerstören können. davor schützt man sie indem man leute zu not rausschmeisst. da es dann um den schutz des ganzen geht ist es für mich ein sehr wichtiges kriterium, dass auch das ganze bedroht ist. persönliche sünde reicht mir da nicht.

  13. haso:

    ich schlage überhaupt vor, den begriff “gemeindezucht” durch “gemeindeschutz” zu ersetzen. das spielt auch in matthäus 18 (siehe anfang des kapitels) eine rolle. die angebliche “zucht” dient nur dem schutz der schwachen und dem schutz der gefährdeten (verlorenen). es geht nie um eine sanktion. ebensowenig geht es darum, aus dem maschal von jesus (erst einer, dann zwei oder drei, dann die ganze gemeinde) einen dienstweg mit drei instanzen zu konstruieren.

  14. denkpause:

    Leute rausschmeissen zum Schutz der Gemeinde als Ganzes?
    Ist eine Gemeinde nicht selbst – erwachsen – in der Lage sich zu schützen und Haltungen (nicht Menschen) gemeinschaftlich “auszugrenzen” ohne Menschen zu zerstören, die evtl. dahinter stehen (und damit meine ich natürlich keine Psychospiele oder Formen von Missbrauch und Druck)? Ist das nicht eine sehr unreife Form von Gemeinde, die derart geschützt werden muss?

  15. haso:

    @denkpause: du hast vermutlich bestimmte situationen vor deinem inneren auge, mit denen dieses thema normalerweise assoziiert wird. diese situationen brauchen oft wirklich weder “gemeindezucht” noch “gemeindeschutz”, sondern “gemeindesolidarität”. aber nimm ein beispiel aus dem familienleben. normalerweise trägt man sich gegenseitig durch. aber wenn z.b. einer wiederholt gegen andere familienmitglieder gewalttätig wird, kann ein punkt kommen, wo trennung im interesse aller beteiligten richtig ist.

    was die ntl aussagen zum thema angehen, habe ich zu dem klassischen jesus-wort aus matthäus 18 schon geschrieben, dass es die hürden für “rausschmiss” extrem hoch hängt. was die ebenso klassischen paulusstellen angeht, muss man neben anderen umständen auch die situation der jungen gemeinden in der damaligen welt berücksichtigen. das waren keine “erwachsenen” leute, sondern “geistliche kinder” – vom neubekehrten bis zum ältesten, der eigentlich auch noch neubekehrt war. was da ging und nicht ging, lässt sich aus der perspektive einer heutigen evangelikalen oder wie auch immer gemeinde kaum beurteilen. so etwas auf gestandene freikirchen zu übertragen, ist auch ein spannendes hermeneutisches thema.

    es passt nicht ganz damit zusammen, aber als letzten gedankenanstoß noch ein denkmodell: von einem erwachsenen-hauskreis würde ich erwarten, dass sie einen pädophilen “durchtragen”. einer teenie-gemeinde würde ich raten, ihn woanders hin zu schicken – “gemeindeschutz”.

  16. storch:

    @denkpause: lass mich das mal umdrehen. kann es in einer reifen gemeinde nicht zu einem solchen mass an innerer gefährdung kommen, dass man den gefährdenden entfernen muss? ich denke doch.
    es ist wie in einem land. man kann eine menge an spannung etc. ertragen, aber es ist auch gut einen verfassungsschutz und einen bundesverfassungsgericht zu haben, die manches eingrenzen und manchen leuten einen riegel vorschieben.
    natürlich hinkt der vergleich, denn im falle einer gemeindeleitung gibt es in den seltensten fällen eine echte gewaltenteilung.

    um mal von der abstrakten ebene wegzukommen: weder haso noch ist leben eine denke in der es üblich ist, missliebibe personen rauszuschmeissen. das prob mit GZ ist oft, dass wir etwas damit assoziieren was mehr nach machtmissbrauch klingt als nach gemeindeschutz.

  17. Dirk:

    Das Thema “Gemeindekorrektur” habe ich nicht fertig…
    Aber soweit:
    - Mt.18: Es geht um ein persönliches Schuldigwerden am anderen. Unter vier Augen. Wenn dann das Gespräch nicht hilft, dann soll ein Dritter dazu. Etc. – bis auf der Ebene der Gesamt-Gemeinde ist und dort erörtert wird.
    Mal ehrlich: Wer hat schon Lust, seinen Konflikt so breitzutreten?
    Da müsste es schon um eine Hammer-Sache gehen!
    Ich persönlich würde vorher wohl lieber vergeben.
    Einfach so. Auch wenn der andere ein Sturkopf bleibt.

    - 1.Kor.5: Hier der Fall, dass jemand nicht direkt gegenüber einem anderen Menschen schuldig wird, sondern beide haben viel Lust beim “Sündigen”.
    Trotzdem: So hat sich Gott eine gute Beziehung nicht gedacht.
    Was tun?
    Die gesamte Gemeinde soll darüber beschließen (1.Kor.5,7).
    Na, dann viel Spaß bei den Diskussionen! :-)

    ich weiß noch immer nicht, wie praktikabel diese biblischen Weisungen wirklich sind.

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